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Ein Engel auf Erden


Aus einer Nahtod-Erfahrung ist Seelentrost erwachsen.

„In den Strophen beschreibe ich die Gedanken, die ich hatte, während ich im Sterben lag.“


SEELENTROST

Schwarzer Engel

(Eigenverlag)

Bereits erschienen


Seelentrost steht nicht nur für Michaels eigenen Kampf, sondern möchte auch für andere Menschen da sein. So fließt ein Teil der Einnahmen von Schwarzer Engel an hilfsbedürftige Kinder und andere Menschen, die finanzielle Unterstützung benötigen.

Von Frank ´Otti´ van Düren - Foto Seelentrost

Musiker und Produzent Michael Kling ist dem Tod wahrhaftig von der Schippe gesprungen! Basierend auf dieser Erfahrung ist nicht nur der Song Schwarzer Engel, sondern auch seine neue Dark-Rock-Band Seelentrost entstanden – wir wollten von Michael die ganze Geschichte erfahren.

Alles begann im Jahr 2024, als es Michael von einem Moment auf den anderen richtig schlecht ging. Er musste in die Notaufnahme – Diagnose: Thrombose im Bauchraum. Per Hubschrauber ging es in die 200 Kilometer entfernte Uniklinik Regensburg. „Dort gab man mir eine einprozentige Überlebenschance!“

Lange Zeit sah es nicht gut aus. Im Krankenhaus erlebte er Höhen und Tiefen, wobei er Schmerzen durchlitt und dem Tod ständig ins Auge blickte – tatsächlich überlebte er diese Höllenfahrt nur ganz knapp. „So begann die Geschichte von Seelentrost, denn meine damalige Freundin Steffi war ständig an meiner Seite“, berichtet Michael. Ihre Unterstützung war ein wichtiger Anker für seinen Überlebenskampf. „Und ich habe mich gefragt: Wie kann ich ihr etwas zurückgeben? Ich hatte zuvor lange Zeit keine Musik gemacht, doch dann habe ich mir gedacht, ich schreibe ihr einen Song. So ist Schwarzer Engel entstanden.“

Der Titel des Liedes bezieht sich darauf, dass Steffi in ihrer schwarzen Kleidung zwischen all dem Krankenhaus-Weiß einen Kontrast bildete und sich als eine Art Schutzengel um Michael kümmerte. „In den Strophen beschreibe ich die Gedanken, die ich hatte, während ich im Sterben lag. So hat sich das alles entwickelt.“ Entstanden ist der Song noch im Krankenhaus. „Den habe ich praktisch aufs Blutbild skizziert“, schmunzelt Michael. Auch das Video zum Song enthält Original-Aufnahmen aus der Krankenhauszeit, welche den Leidensweg des Musikers nachhaltig dokumentieren.

Die Beziehung zu Steffi ist mittlerweile beendet, aber man bleibt sich verbunden, wie Michael betont: „Es ist eine wirklich gute Freundschaft, und dafür bin ich auch dankbar.“ Es bleiben die gemeinsamen Erinnerungen an einen Alptraum, der dank eines echten Engels ein gutes Ende nahm. Und mehr noch: Aus dem Drama ist etwas Neues, Wunderbares entstanden! Ursprünglich hatte Michael die Idee, Seelentrost als eine Art Soloprojekt mit wechselnden Musikern aus der Umgebung aufzubauen. Doch als die Kollegen dann für die ersten Sessions zusammenkamen, war schnell klar, dass daraus ein festes Gefüge wachsen würde. „Das war so ein schönes Gefühl, und menschlich hat es so toll gepasst, dass wir gesagt haben, wir gehen den Weg gemeinsam weiter!“

Statt eines Projekts ist Seelentrost nun also eine echte Band, mit einem tiefen Gemeinschaftsgefühl. Und als solche geben sie nun Vollgas! Michael verrät: „Wir sind gerade mittendrin in der Albumproduktion. Wir haben sehr viele und auch wirklich gute Songs geschrieben, darunter einige Ohrwürmer. Aber dieser Prozess der dauert auch entsprechend. Wir wollen einfach, dass das ein schönes Album wird, es wird aber zuvor auch noch ein paar Single-Auskopplungen daraus geben.“