Von Renee Maier & Simone Bauer - Foto Jürgen Jauth
Ein Sänger, der sich selbst nicht so ernst nimmt: Der Österreicher Markus Wutte bezeichnet sich im gleichnamigen Song schon mal als Couchpotato. Es ist genau diese Gelassenheit, die auch bestens zu seinem neuen Song passt. Mit seiner aktuellen Single Immer wos zum Redn nimmt er nämlich das Gerede, ja, Dauergeplapper seiner Mitmenschen aufs Korn. Begleitet von seiner Gitarre singt er sich durch Mundart, Hochdeutsch und Englisch und bringt gute Laune mit. Ebenso wie seinen Wunsch an die Gesellschaft: „Weniger Emotion, mehr Fakten.“
Dabei ist Markus Wutte ja sogar selbst derjenige, der immer etwas zum Erzählen findet, denn seine Jobs drehen sich um Ausdruck. Neben der Musik – nicht nur solo, sondern auch als Sessionmusiker – ist er Produzent und Sprecher. Der Kärntner liebt die Vielseitigkeit, seine Berufsfelder haben aber natürlich die Gemeinsamkeit: Musik und Sprache.
Der Ursprung seiner Tätigkeiten war der Wunsch, seine selbst geschriebene Musik aufzunehmen. „Ich habe mich (in die Technik) reingehackt! Und dann bin ich draufgekommen, dass man ja nicht nur Musik aufnehmen kann, sondern auch Sprache.“ Es folgte eine Ausbildung zum Sprecher. Von Radiowerbung und Jingles bis hin zu Telefonansagen bringt Markus nicht nur den richtigen Ton mit, sondern auch das richtige Gefühl. Aus seinem einstigen Gedanken, seine Musik aufzunehmen, ist das MW Sound Studio entstanden, das er zusammen mit seiner Frau Alexandra führt.
Seine Wurzeln hat Markus im Rock mit erdigem/bluesigem Unterton. Als er aber anfing, seine Texte in Mundart zu schreiben, fiel ihm auf, dass er „Dinge ganz anders benennen“ konnte. So macht er in der Austropop-Richtung weiter. Olles hot sei Zeit war ursprünglich für eine andere Band geschrieben. Diese lehnte ab, Markus nahm den Song selbst auf – und ein paar Wochen später wurde das Lied ein Radiohit. Vier weitere Songs von seinem letzten Album Es geht immer weiter landeten im Airplay. Wir freuen uns auf sein nächstes Album – denn inzwischen haben sich einige neue Singles gesammelt, die in ein neues Album münden werden.
„Das nächste Album wird in dieser Richtung bleiben. Die Songs werden mit mehr Augenzwinkern und Humor sein, denn das letzte war sehr persönlich. Mehr Schmäh und Witz!“ Und noch Austro-poppiger, „funkiger auch zum Teil“. Dabei unterstützte ihn auch ein guter Freund, Günter Steirer, mit einem „sehr guten Humor. Ich hatte eine Grundidee, über was ich schreiben möchte, und er hat dann sehr häufig einen unerwarteten Witz in Reimform hinzugefügt.“ Für jemanden wie ihn, der viel alleine textete, sei das schön gewesen. Günter hört man unter anderem auch im „Blabla“-Chor von Immer wos zum Redn.
Und auch wenn Markus‘ Musik hauptsächlich alleine entsteht, so wird es ein Duett geben. Aus der Duettpartnerin macht Markus aber leider noch ein Geheimnis. Warten müssen wir also noch – bis zum Herbst oder Frühjahr. Klar ist: „Der Herbst wird trotzdem spannend!“ Wir werden die Ohren spitzen.