Du sollst leben!

„Die ladinische Kultur ist reich an Legenden und Sagen.“
Von Frank ´Otti´ van Düren
GANES
Vives!
(Sony)
Bereits erschienen
GANES LIVE
29.03.2025 Dorfen - Jakob Mayer
30.03.2025 AT-Gemeinde Reutte - Die Kellerei
25.04.2025 Mühldorf am Inn - Haberkasten
26.04.2025 Sinzing - Golf- & Yachtclub Gut Minoritenhof
08.05.2025 Regensburg - Alte Mälze
09.05.2025 Putzbrunn - Bürgerhaus Putzbrunn
13.06.2025 Lichtentanne - St. Barbara
14.06.2025 Ettersburg - Schloss Ettersburg
15.06.2025 Kanzem - Weingut Dr. Frey
28.06.2025 Bayreuth - Kulturkiosk
25.09.2025 Bensheim - Parktheater Bensheim
26.09.2025 Augsburg - Parktheater im Kurhaus
27.09.2025 Bad Reichenhall - Magazin 3
28.09.2025 Roth - Kulturfabrik Roth
10.10.2025 AT-Wien - Konzerthaus
11.10.2025 AT-St. Martin im Mühlkreis - Kultursaal
23.10.2025 Gaggenau - Klag Bühne
24.10.2025 Filderstadt - Filharmonie
25.10.2025 Gauting - Bosco
06.11.2025 Ebersberg - Alter Speicher
Die Ganes sind ein Folkpop-Trio, das ursprünglich aus La Val in Südtirol stammt. Gegründet wurde die Band von den Schwestern Marlene und Elisabeth Schuen und ihrer Cousine Maria Moling, 2018 hat Natalie Plöger Marias Platz übernommen. Anhand ihres aktuellen Albums Vives! Wollen wir Euch diese ganz besondere Formation näher vorstellen.
Ein ganz besonderes Merkmal der Ganes ist die Sprache, in der die Texte verfasst sind, wie Elisabeth uns erklärt: „Gesungen wird in unserer Muttersprache, auf Ladinisch. Das ist eine sehr alte romanische Sprache, die heutzutage noch von ca. 30.000 Menschen in den Dolomiten gesprochen wird. Wir erzählen Geschichten über das Leben, inspiriert von der Natur und den Sagen unserer Region. Wir machen Musik, wie wir sie fühlen – sie klingt atmosphärisch und fließend, aber dann auch immer wieder erdig und rhythmisch. Jede von uns singt und spielt verschiedene Instrumente und die Songs werden oft von einem dreistimmigen Gesang getragen.“
Ladinisch ist weit mehr als eine Mundart – es ist eine ganz besondere Kultur, die uns Elisabeths Schwester Marlene näher bringt: „Die ladinische Tradition ist tief in den Dolomiten verwurzelt und umfasst Sprache, Kultur, Bräuche und Identität der Ladiner. Der wichtigste Eckpfeiler ist sicher die ladinische Sprache als zentrales Element unserer Identität. Wir sprechen Ladinisch im täglichen Leben – vor allem in der autonomen Provinz Trentino-Südtirol wird die Sprache in den Schulen und Medien gefördert.“ Für ihre Texte können die Ganes hier aus dem Vollen schöpfen, verrät sie: „Die ladinische Kultur ist reich an Legenden und Sagen. Handwerk und Kunst spielen auch eine große Rolle, vor allem die Holzschnitzerei in Gröden. Traditionelle Feste und Bräuche, Prozessionen und Almabtriebe spiegeln die enge Verbindung zur Natur wider. Viehzucht, Heuernte und Milchwirtschaft haben die Lebensweise der Ladiner über Jahrhunderte geprägt. Und nicht zuletzt sollte auch die ladinische Küche Beachtung finden: Spezialitäten wie „Tutres“ (gefüllte Teigtaschen), „Bales“ (Knödel) oder „Furtaies“ (spiralförmiges Schmalzgebäck) sind Teil der regionalen Identität. Tourismus hat das Leben der Ladiner stark verändert, sowohl im positiven Sinne als auch mit einigen Herausforderungen, wie dem „Overtourism“. Dennoch gelingt es vielen Gemeinden, den Balanceakt zwischen Tradition, Natur- und Kulturschutz sowie wirtschaftlicher Entwicklung zu meistern.“
All dies findet auch auf ihrem jüngsten Album Ausdruck. „Vives! ist nicht nur eine CD geworden, auf unseren Konzerten nennen wir es humorvoll die kleine, ladinische „Bibel““, schmunzelt Marlene. „Wir haben uns diesmal mächtig ins Zeug gelegt und daher gibt es zur CD auch ein 64-seitiges Büchlein mit tollen Fotos, Geschichten und Übersetzungen der Liedtexte. Darüber hinaus ist ein Downloadcode enthalten, um das Album auch digital hören zu können. Kein Wunder, dass wir schon in der zweiten Auflage sind! Thematisch geht es auf dem Album um das Zusammenkommen der Menschen – früher und heute – ausgehend von unserem Heimatdorf La Val. Vives! sagen wir beim Anstoßen und das heißt: „Du sollst leben!““